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Schulalltag

Ein vielfältiges Programm

In den ersten fünf Semestern in der WMS-S findet in erster Linie Schulunterricht in den Räumen der Kanti Sargans statt. Einen Schwerpunkt bilden die verschiedenen Fächer aus dem Bereich Wirtschaft und Recht sowie Information, Kommunikation, Administration (IKA). Diese Fächer werden ergänzt durch das Fach integrierte Praxisteile (IPT), in dem die Schülerinnen und Schüler in Gruppen während einem Jahr eine Übungsfirma führen und dabei auch eine Prozesseinheit (PE) absolvieren oder einen Kompetenznachweis erbringen. Einen zweiten Schwerpunkt stellen die Sprachfächer dar. Obligatorisch sind Deutsch, Französisch und Englisch. Im Fach Englisch wird zusätzlich auf die Prüfung „Cambridge First Certificate“, in Französisch auf die DELF-Prüfungen und in Informatik auf die Prüfung SIZ Informatik-Anwender vorbereitet. Auf dem Stundenplan stehen weiter die Fächer Mathematik, Geschichte und Politik, Geografie, Technik und Umwelt, Sport sowie Informatik, wo auch das SIZ-Informatik-Anwender-Zertifikat erworben werden kann. Zudem muss ein weiteres Fach belegt werden. Zur Wahl stehen Musik oder Gestalten. Unterrichtet wird für alle ebenfalls das Fach Wirtschaftsethik.

Eine grosse Bedeutung kommt in der WMS-S auch dem interdisziplinären Arbeiten zu. So findet IDAF (interdisziplinäres Arbeiten in den Fächern aller Unterrichtsbereiche) ab dem 2. Jahr in verschiedenen Fächern statt. Dazu wird in V+V das fächerübergreifende Arbeiten und Problemlösen geübt. Ebenfalls ist im 5. Semester eine interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA) zu verfassen. Da dem Gebrauch des Computers in der Arbeitswelt eine immer grösser werdende Bedeutung zukommt, arbeiten alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht bereits ab dem 1. Semester mit einem eigenen Laptop.

Neben den obligatorischen Fächern kann die Ausbildung durch ein breites Angebot an Freifächern wie Italienisch, Spanisch oder Russisch ergänzt werden, auch besteht die Möglichkeit für die Schulzeitung zu schreiben, im Cantichor und der Theatergruppe mitzuwirken oder Instrumentalunterricht zu belegen. Der Bereich Sport wird durch ein Wintersportlager ergänzt.

"...profitierten wir viel von der französischen Sprache und Mentalität"

 Am Ende des ersten Schuljahres steht ein siebenwöchiger Aufenthalt im französischen Sprachraum auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler schätzen dabei ganz besonders, dass sie neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse auch andere Menschen und deren Mentalität kennen lernen.

Vorgängig zum Aufenthalt findet jeweils zusätzlich eine Einführung in der Romandie in Form einer Studienwoche statt. In den vergangen Jahren wurde meistens Lausanne als Aufenthaltsort gewählt. Die Klasse wird dabei von ihrer Französischlehrperson und von der Klassenlehrperson begleitet. Die anschliessenden sieben Wochen verbringt jede Schülerin und jeder Schüler an einem anderen Ort im frankophonen Sprachraum. In der Regel wird gearbeitet, sei dies in einem Haushalt, auf einem Bauernhof, in einem Hotel- oder Restaurationsbetrieb, im Altersheim oder auch in einem Büro. So kann etwas Taschengeld verdient werden, welches erfahrungsgemäss die eigenen Kosten für den Aufenthalt im französischen Sprachraum zu decken vermag.

 

Eine Schülerin schreibt über die Zeit in der Romandie: "Die meisten wohnen und arbeiten in einer Familie, wo sie mit den Kindern spielen, oft etwas mit ihnen unternehmen und auch im Haushalt helfen. Gerade mit den Kindern spielen tönt so leicht, doch es ist manchmal mehr als nur nervenaufreibend! Man sollte täglich viel Fantasie, Geduld und gute Laune haben..."

In einem Altersheim wurde die folgende Erfahrung gemacht: "Am Anfang war es eine grosse Umstellung. Alles war fremd. Es brauchte Zeit, bis wir uns eingelebt hatten. Jedoch profitierten wir viel von der französischen Sprache und der Mentalität. Auch machten wir Erfahrungen, die uns im späteren Leben weiter helfen werden. Neben guten und schönen Erfahrungen durften die schlechten nicht fehlen: Alles in allem war es eine strenge Zeit, jedoch ein gutes Erlebnis."

 

"Wir wurden herzlich empfangen"

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvieren die WMS-S Schülerinnen und -Schüler einen siebenwöchigen Aufenthalt im englischen Sprachgebiet: Vancouver, Toronto in Kanada, sowie San Diego und Los Angeles in den USA oder Worthing in England hiessen die bisherigen Zielorte für den Sprachaufenthalt Englisch. Die Schülerinnen und Schüler leben in Gastfamilien und besuchen tagsüber eine Sprachschule.

Eine Schülerin berichtet: "Wir wurden herzlich empfangen. Alle von unserer Klasse wohnten in einer anderen Familie, teils auch zusammen mit anderen Studenten aus anderen Ländern. Das Zusammenleben mit der Gastfamilie war ein wichtiger Teil unseres Aufenthaltes. Gespräche und Diskussionen mit den Familien­ange­hörigen und den Studenten wa­ren unumgänglich. An die Essge­wohn­heiten mussten wir uns aber zuerst gewöhnen."      

Ein Jahr Praktikum in einer Unternehmung

Im 5. Semester wird neben dem Schreiben der IDPA das Fach Mathematik mit einer Vormaturaprüfung abgeschlossen.  Das 6. und das 7. Semester stehen im Zeichen der berufsbezogenen, vorab kaufmännischen Arbeit in einer Unternehmung. Die Absolventen der WMS-S können in dieser Zeit ihre theoretische Allgemeinbildung, die durch einzelne praktische Ausbildungsteile ergänzt wurde, nun während eines ganzen Jahres in der Praxis erproben. Gleichzeitig werden sie in die täglichen Arbeitsabläufe eines Betriebs eingespannt. Sie holen sich in dieser Zeit ihr Rüstzeug für die praktische Berufsarbeit, die sie nach Abschluss der WMS-S erwartet. Im Rahmen des Praktikums werden auch zwei Arbeits- und Lernsituationen (ALS) absolviert und eine Prozesseinheit (PE) verfasst. Der Kontakt zur Schule bleibt gewahrt, indem die Praktikantinnen und Praktikanten jeweils einen Tag in der Woche die Schulbank drücken und dabei die berufsspezifischen Erfahrungen auswerten können. Das Praxisjahr schliesst auch den Besuch von überbetrieblichen Kursen ein. Am Ende des 8. Semesters, das wiederum an der Schule stattfindet, steht die Berufsmaturaprüfung für die Schulfächer und die betriebliche Praxis auf dem Programm.

 

Die WMS-S bietet mit einem abwechslungsreichen Programm eine fundierte kaufmännische Ausbildung, die den direkten Einstieg in den Arbeitsalltag erlaubt, aber ebenso gut auf ein Weiterstudium an einer Fachhochschule vorbereitet. „Ich habe mich für die Wirtschaftsmittelschule mit Schwerpunkt Sprachen entschieden, weil mir die attraktive Gestaltung der vier Schuljahre sehr gefällt“, begründet eine Schülerin ihre Wahl der WMS-S.

Bootsfahrt auf der Themse

In der WMS-S: Sieben Wochen Sprachaufenthalt Englisch.