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Wer eignet sich für das Gymnasium?

Einfach ist der Entscheid, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • der Schüler/die Schülerin geht gern zur Schule

  • die schulischen Leistungen in der Sekundarschule sind gut bis sehr gut

  • Eignung/Begabung stimmen mit Neigung/Interesse überein

  • die Sekundarlehrkräfte empfehlen den Eintritt in die Maturitätsschule ohne Vorbehalt

  • Eltern und Kind kommen gemeinsam zum gleichen Schluss


So ideal sind die Verhältnisse selten.

  • Neugier und Freude am Lernen: Wer das Lernen als Last empfindet, ist für die Kantonsschule nicht geeignet

  • Bereitschaft, sich anzustrengen; Bereitschaft und Fähigkeit, trotz Schwierigkeiten durchzuhalten; ein gesundes Mass an Selbstdisziplin

  • der Weg durch die Maturitätsschule führt zu immer stärkerer Abstraktion; in den Geistes- und Naturwissenschaften geht es nicht ohne die Fähigkeit, abstrakte Denkprozesse zu verstehen und selbst zu vollziehen

  • ein gutes Gedächtnis, Fantasie, Erlebnisfähigkeit, geistige Beweglichkeit und Offenheit (im Hinblick auf die grosse Zahl von Fächern, Methoden, Lehrkräften, Mitschülerinnen und Mitschülern), ein hohes Mass an Selbständigkeit, Ausdauer und Belastungsfähigkeit sowie eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit

  • gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit


Bildungsziele des Gymnasiums:

«Ziel der Maturitätsschulen ist es, Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf ein lebenslanges Lernen grundlegende Kenntnisse zu vermitteln sowie ihre geistige Offenheit und die Fähigkeit zum selbständigen Urteilen zu fördern. Die Schulen streben eine breit gefächerte, ausgewogene und kohärente Bildung an, nicht aber eine fachspezifische oder berufliche Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüler gelangen zu jener persönlichen Reife, die sie auf anspruchsvolle Aufgaben in der Gesellschaft vorbereitet. Die Schulen fördern gleichzeitig die Intelligenz, die Willenskraft, die Sensibilität in ethischen und musischen Belangen sowie die physischen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler.

Maturandinnen und Maturanden sind fähig, sich den Zugang zu neuem Wissen zu erschliessen, ihre Neugier, ihre Vorstellungskraft und ihre Kommunikationsfähigkeit zu entfalten sowie allein und in Gruppen zu arbeiten. Sie sind nicht nur gewohnt, logisch zu denken und zu abstrahieren, sondern haben auch Übung im intuitiven, analogen und vernetzten Denken. Sie haben somit Einsicht in die Methodik wissenschaftlicher Arbeit.

Maturandinnen und Maturanden beherrschen eine Landessprache und erwerben sich grundlegende Kenntnisse in andern nationalen und fremden Sprachen. Sie sind fähig, sich klar, treffend und einfühlsam zu äussern, und lernen, Reichtum und Besonderheit der mit einer Sprache verbundenen Kultur zu erkennen.

Maturandinnen und Maturanden finden sich in ihrer natürlichen, technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umwelt zurecht, und dies in Bezug auf die Gegenwart und die Vergangenheit, auf schweizerischer und internationaler Ebene. Sie sind bereit, Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen, der Gesellschaft und der Natur wahrzunehmen.»

 

Art. 5 des Maturitätsanerkennungsreglements