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Kanti Sargans: Baustart frühestens im Sommer 2018

Die vom Kantonsrat und vom Volk abgesegnete Sanierung der Kantonsschule Sargans startet im besten Fall im Sommer 2018. Aktuell sind noch 14 Einsprachen hängig. Demnächst finden wieder Verhandlungen statt.


von Reto Vincenz

 

Die Sanierung der Kantonsschule Sargans verzögert sich weiter. Wie Rektor Stephan Wurster in der ak­tuellen Kanti-Hauszeitung («Gazzetta») schreibt, hofft man derzeit «im besten Fall auf einen Baustart im Sommer 2018». Grund für die Verzögerung sind aktuell noch 14 Einsprachen, welche gegen das Projekt hängig sind. Das Baugesuch war im Oktober 2015 aufgelegt worden.


Individuelle Verhandlungen

Projektverantwortlicher beim Bauherrn, dem Kanton St. Gallen, ist Patrick Bünter. Er ist Bereichsleiter Baumanagement und er bestätigte, dass während den kommenden rund sechs Wochen eine zweite Verhandlungsrunde mit den jeweiligen Einsprechern stattfinden wird. Dies geschieht unter der Leitung der Bewilligungsbehörde, der Gemeinde Sargans. Auch deren Präsident, Jörg Tanner, bestätigte die bevorstehenden Gespräche. Gemäss Bünter werde man den Einsprechern dabei Änderungen präsentieren, die man aufgrund der Inputs während der ersten Verhandlungsrunde vorgenommen habe. Dies betreffe insbesondere auch den Verkehr auf der Pizolstrasse – auch der ist ein Brennpunkt. Bünter: «Unser Spielraum ist aber begrenzt. Wir haben ein bewilligungsfähiges Projekt aufgelegt, das auch vom Kantonsrat und von den Stimmbürgern abgesegnet worden ist.» Man könne dieses nicht beliebig ändern. Gemäss Jörg Tanner ist nun abzuwarten, welche Ergebnisse man in der zweiten Verhandlungsrunde mit den Einsprechern erziele. Die Gemeinde Sargans werde danach eine Auslegeordnung machen und über die Baubewilligung voraussichtlich noch im März entscheiden.


Licht, Lärm, Luft, Verkehr
Ein Erteilen der Baubewilligung seitens der Gemeinde Sargans wäre allerdings «nur» der erste Schritt für das Projekt. Denn die Einsprecher könnten das Urteil weiterziehen. Und diese Mög­lichkeit scheint plausibel, wie Gespräche der Redaktion mit Einsprechern gezeigt haben. Denn die Liste der Vorbehalte ist lang. Sie betreffen unter anderem den Verkehr, insbesondere aber auch Emissionen. Etwa durch Licht oder Geruch (Küche). Speziell im Fokus steht auch die Warenanlieferung. Hier wird eine übermässige Lärmbelastung befürchtet. Kommt hin­zu, dass es auch generelle Vorbehalte gegen das Projekt gibt. So wird angezweifelt, ob dieses den Anforderungen der KSS tatsächlich optimal gerecht werden kann. In diesem Zusammenhang wurde von den Einsprechern sogar ein Alternativvorschlag ausgearbeitet. Dieser ist Bünter bekannt, darauf eingehen kann der Kanton aber nicht: «Auch hier gilt: Wir können mit dem gesprochenen Kredit nicht einfach einen anderen Bau realisieren.»


Heizung neu geplant
Ein Bau, bei dem es aber bereits eine wesentliche Änderung gegeben hat: Denn nach dem Nichtzustandekommen des Fernwärmeprojektes (Holzschnitzelheizung in Mels) musste die künftige Kanti-Heizung neu geplant werden. Die Visiere dafür stehen, das Baugesuch hat der Kanton eingereicht. Aufgelegt wurde es von der Gemeinde Sargans bisher aber noch nicht.

 

 

Die Kantonsschule Sargans soll für fast 50 Millionen Franken saniert und umgebaut werden. Der St. Galler Kantonsrat hatte die Vorlage im Februar 2014 mit 114:0 Stimmen gutgeheissen. Noch im gleichen Jahr sagten auch die St. Galler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit über 85 Prozent deutlich Ja zum Projekt. Dieses sieht eine Modernisierung und Vergrösserung der Bildungsstätte vor. Nach der Abstimmung ging man davon aus, dass mit den Bauarbeiten 2016 begonnen werden kann. Die Eröffnung war für den Sommer 2018 geplant. (rv)

 


KantiSargans - Kanti Sargans: Baustart frühestens im Sommer 2018 (16.01.2017 08:27)


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